Allenby Group (allenbygroup.com): Betrugsverdacht prüfen

Veröffentlicht am 24.08.2026

Dr. Michael Wehrmann und Martin Wehrmann, WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht
Dr. Michael WehrmannRechtswissenschaftler Martin WehrmannRechtsanwalt
  • Zahlungen an Allenby Group gingen laut Bericht teils an wechselnde, plattformfremde Empfänger
  • Seit 9.10.2025 prüfen Banken per Empfängerabgleich Name und IBAN bei SEPA-Zahlungen
  • Chronologische Dokumentation aller Zahlungen kann Zahlungsstruktur und Betrugsverdacht sichtbar machen
  • Bei Allenby Group könnte es sich um einen Betrug handeln.
  • Sie sollten die Unterstützung eines Rechtsanwalts erwägen, der regelmäßig derartige Fälle bearbeitet.
  • Ihre Vermögenswerte könnten sich in akuter Gefahr befinden, wenn Sie nicht schnell und entschlossen handeln.

Bei der Plattform Allenby Group (allenbygroup.com) bestehen Hinweise darauf, dass Einzahlungen nicht an ein einheitliches, unter dem Plattformnamen geführtes Konto, sondern an wechselnde Empfänger und Zwischenkonten geflossen sein könnten. Seit dem 9. Oktober 2025 müssen Banken bei SEPA-Überweisungen grundsätzlich prüfen, ob der angegebene Empfängername zur IBAN passt – dieser sogenannte Empfängerabgleich (Verification of Payee) kann bei der Aufarbeitung eines möglichen Betrugsfalls wichtige Anhaltspunkte liefern.

Ist Allenby Group (allenbygroup.com) seriös?

Anleger, die Geld an Allenby Group überwiesen haben, sollten ihre Zahlungen genau prüfen. Auffällig ist insbesondere, wenn innerhalb kurzer Zeit mehrere Zahlungen an unterschiedliche Gesellschaften oder Konten gehen, obwohl alle Zahlungen angeblich demselben Trading-Zweck dienen. Der Plattformname taucht dabei möglicherweise bei keinem der tatsächlichen Zahlungsempfänger auf. Solche Strukturen – etwa mit Verweis auf eine „Partnerbank“, einen „Liquiditätsprovider“ oder eine „Abwicklungsstelle“ – klingen professionell, beantworten aber nicht die Frage, warum ein bestimmtes Unternehmen das Geld tatsächlich erhält.

Was bedeutet eine Warnung beim Empfängerabgleich?

Erscheint beim Onlinebanking der Hinweis, dass der angegebene Empfängername nicht mit dem tatsächlichen Kontoinhaber übereinstimmt, sollte dies nicht ignoriert werden. Der Empfängerabgleich wurde eingeführt, weil Kriminelle zuvor fremde Kontodaten zusammen mit einem vertrauenswürdig klingenden Empfängernamen nutzen konnten. Eine solche Bankwarnung sollte dokumentiert werden.

Welche Rolle spielt die IBAN bei Allenby Group?

Die ersten beiden Buchstaben einer IBAN zeigen das Ausstellungsland an (z. B. DE für Deutschland, LT für Litauen, ES für Spanien). Eine ausländische IBAN ist für sich genommen kein Betrugsbeweis. Problematisch wird es jedoch, wenn eine Plattform behauptet, ein bestimmtes deutsches Unternehmen zu sein, Einzahlungen aber an ständig wechselnde Empfänger in unterschiedlichen Staaten gehen sollen.

Welche Rolle spielt § 263 StGB?

Beim strafrechtlichen Betrugstatbestand nach § 263 StGB kommt es darauf an, ob durch Täuschung ein Irrtum hervorgerufen wurde, der zu einer Vermögensverfügung mit Schaden führt. Bei einer Fake-Trading-Plattform kann die Täuschung darin liegen, dass Anleger glauben, ihr Geld werde tatsächlich investiert, obwohl dies möglicherweise nicht geschieht. Ob dies bei Allenby Group konkret vorliegt, muss anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge geprüft werden.

Was tun bei Problemen mit Allenby Group (allenbygroup.com)?

Betroffene sollten sämtliche Transaktionen chronologisch dokumentieren: Datum, Betrag, Empfängername, IBAN, Bank und Verwendungszweck. Bei mehreren Zahlungen wird dadurch häufig erstmals sichtbar, wie stark die Empfänger wechseln. Auch Warnmeldungen der Bank beim Empfängerabgleich sowie Nachrichten des angeblichen Brokers zur Verwendung bestimmter Konten sollten gesichert werden, da sie für eine spätere rechtliche Bewertung relevant sein können.

Häufige Fragen

Was ist der Empfängerabgleich bei Überweisungen?
Seit 9. Oktober 2025 müssen Banken bei SEPA-Überweisungen prüfen, ob der eingegebene Empfängername zur IBAN passt. Bei Abweichungen erhält der Kunde einen Warnhinweis.
Warum sind wechselnde Zahlungsempfänger bei Allenby Group auffällig?
Wenn Zahlungen für angeblich denselben Trading-Zweck an unterschiedliche Gesellschaften oder Konten gehen und der Plattformname bei keinem Empfänger auftaucht, deutet dies auf eine intransparente Zahlungsstruktur hin, die genauer geprüft werden sollte.
Ist eine ausländische IBAN allein ein Betrugsbeweis?
Nein. Eine ausländische IBAN ist üblich bei internationalen Zahlungsdienstleistern. Relevant wird es erst in Kombination mit weiteren Auffälligkeiten, etwa wenn behauptete Herkunft und tatsächliche Zahlungsempfänger nicht übereinstimmen.
Welche Rolle spielt § 263 StGB bei Trading-Betrug?
§ 263 StGB erfasst Betrug durch Täuschung, die einen Irrtum und dadurch einen Vermögensschaden verursacht. Bei Fake-Trading-Plattformen kann dies vorliegen, wenn Anleger glauben, ihr Geld werde investiert, obwohl dies tatsächlich nicht geschieht.
Was sollten Geschädigte von Allenby Group dokumentieren?
Empfohlen wird eine chronologische Liste aller Zahlungen mit Datum, Betrag, Empfängername, IBAN, Bank und Verwendungszweck sowie sämtliche Bankwarnungen und Nachrichten des Brokers zu Kontodaten.

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