Crypto Currency (Traoco.com): Preisbildung und Auszahlung
- Art. 77 MiCA: Anbieter von Kryptotausch müssen Preis oder Berechnungsmethode vorab veröffentlichen
- Aufträge sind zum Kurs auszuführen, der bei Endgültigkeit des Tauschantrags angezeigt wurde
- Abweichungen zwischen Kontowert und Verkaufspreis sollten mit Screenshots und Zeitstempeln dokumentiert werden
- Sie sollten die Unterstützung eines Rechtsanwalts erwägen, der regelmäßig derartige Fälle bearbeitet.
- Ihre Vermögenswerte könnten sich in akuter Gefahr befinden, wenn Sie nicht schnell und entschlossen handeln.
Bei Crypto Currency (Update) (Traoco.com) kommt es für Anleger bei Auszahlungs- und Verkaufsproblemen darauf an, ob der Anbieter nur vermittelt oder selbst Vertragspartei eines Kryptotauschs ist. Tauscht er Kryptowerte mit eigenem Kapital gegen Geld oder andere Kryptowerte, gelten nach Art. 77 MiCA besondere Pflichten zu Geschäftspolitik, Preisbildung und Transparenz. Ein auffälliger Unterschied zwischen angezeigtem Kontowert und tatsächlichem Verkaufspreis sollte deshalb rechtlich geprüft werden.
Welche Rolle spielt Crypto Currency (Traoco.com) beim Kryptohandel?
Art. 3 MiCA unterscheidet verschiedene Kryptowerte-Dienstleistungen. Beim Tausch von Kryptowerten gegen Geld oder gegen andere Kryptowerte schließt der Dienstleister selbst Kauf- oder Verkaufsverträge mit Kunden und setzt eigenes Kapital ein. Er steht damit wirtschaftlich auf der Gegenseite des Kunden und ist kein bloßer technischer Vermittler. Das unterscheidet sich von einer Order, die lediglich an eine externe Börse weitergeleitet wird. Bei schwer nachvollziehbaren Kursen ist daher zunächst zu klären, welches Geschäftsmodell tatsächlich vorlag.
Muss die Geschäftspolitik diskriminierungsfrei sein?
Art. 77 Abs. 1 MiCA verlangt eine nicht diskriminierende Geschäftspolitik. Sie muss beschreiben, mit welchen Kundenarten der Anbieter Geschäfte abschließt und welche Voraussetzungen diese erfüllen müssen. Unterschiedliche Bedingungen sind nicht automatisch unzulässig, sollten aber auf vorher festgelegten, nachvollziehbaren Kriterien beruhen. Auffällig wäre es, wenn Voraussetzungen erst auftauchen, wenn ein Kunde verkaufen will, etwa eine zusätzliche Einzahlung von 20.000 Euro als Bedingung für einen Rücktausch in Euro.
Wie muss der Preis bei Crypto Currency (Traoco.com) zustande kommen?
Der Dienstleister muss entweder einen verbindlichen Preis oder eine Berechnungsmethode veröffentlichen, außerdem mögliche Höchst- und Mindestgrenzen für den Tauschbetrag. Kunden sollen vor dem Geschäft nachvollziehen können, wie der Kurs entsteht. Wird im Konto etwa 1 Bitcoin mit 62.000 Euro bewertet, ein Verkauf aber nur zu 54.000 Euro angeboten, kann das durch Spread, Gebühren oder Marktbewegungen erklärbar sein. Entscheidend ist, ob die Preisbestimmung transparent war oder erst nach dem Verkaufswunsch verändert wurde.
Zu welchem Kurs muss ein Auftrag ausgeführt werden?
Nach Art. 77 Abs. 3 MiCA müssen Kundenaufträge grundsätzlich zu dem Preis ausgeführt werden, der angezeigt wurde, als der Tauschantrag endgültig wurde. Der Anbieter muss erklären, wann ein Auftrag als endgültig gilt. Beispiel aus dem Artikel: Bei einem bestätigten Verkauf von 4 Ether zu 3.000 Euro werden 12.000 Euro angezeigt, später aber nur 2.750 Euro je Einheit zugrunde gelegt. Dann ist zu prüfen, ob die Order bereits beim ersten Klick endgültig war oder nach den vorab mitgeteilten Regeln ein weiterer Schritt nötig war.
Welche Transparenzpflichten gelten für Preise und Transaktionen?
Die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA konkretisiert, dass verbindlicher Preis beziehungsweise Berechnungsmethode sowie Informationen zu abgeschlossenen Geschäften öffentlich zugänglich sein sollen, etwa auf einer Website ohne vorherige Registrierung. Art. 77 Abs. 4 MiCA verlangt die Veröffentlichung von Preisen und Handelsvolumen tatsächlich abgeschlossener Transaktionen. Als Orientierung nennt ESMA eine Verfügbarkeit bis Mitternacht des folgenden Geschäftstags. Weicht der interne Verkaufspreis erheblich von öffentlich kommunizierten Preisen ab, sollte geklärt werden, welche Faktoren dies erklären. Fehlendes Transaktionsvolumen zu einem angezeigten Preis beweist allein keinen Betrug, wirft aber die Frage auf, ob der Preis durch reale Geschäfte gestützt wird.
Welche Unterlagen sind bei Problemen hilfreich?
Nützlich sind Screenshots unmittelbar vor und nach einem Verkauf, Zeitstempel, Kursanzeigen, Gebührenangaben und Support-Mitteilungen. Auch Unterschiede zwischen öffentlich sichtbaren Preisen und den im Kundenkonto verwendeten Preisen können wichtig sein. Maßgeblich sind der veröffentlichte Preis, der Zeitpunkt der Finalität und der tatsächlich ausgeführte Kurs.
Häufige Fragen
- Was regelt Art. 77 MiCA für Crypto Currency (Traoco.com)?
- Er regelt, dass Anbieter, die Kryptowerte mit eigenem Kapital gegen Geld oder andere Kryptowerte tauschen, eine nicht diskriminierende Geschäftspolitik, verbindliche Preise oder Berechnungsmethoden und Transparenz über abgeschlossene Geschäfte bieten müssen.
- Zu welchem Preis muss ein Verkauf ausgeführt werden?
- Grundsätzlich zu dem Preis, der angezeigt wurde, als der Tauschantrag endgültig wurde (Art. 77 Abs. 3 MiCA). Der Anbieter muss erklären, wann ein Auftrag als endgültig gilt.
- Ist eine Preisdifferenz zwischen Kontowert und Verkaufspreis automatisch unzulässig?
- Nein. Spread, Gebühren oder Marktbewegungen können sie erklären. Entscheidend ist, ob die Preisbestimmung vorab transparent war oder erst nach dem Verkaufswunsch verändert wurde.
- Welche Nachweise sollten Betroffene sichern?
- Screenshots vor und nach dem Verkauf, Zeitstempel, Kursanzeigen, Gebührenangaben und Mitteilungen des Supports.
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