CryptoBullBear (cryptobullbear.com): Clone-Firm-Risiko prüfen

Veröffentlicht am 10.10.2026

Dr. Michael Wehrmann und Martin Wehrmann, WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht
Dr. Michael WehrmannRechtswissenschaftler Martin WehrmannRechtsanwalt
  • Lizenz- und Registerangaben bei cryptobullbear.com können von einem echten Unternehmen kopiert sein (Clone Firm).
  • Zulassung nur über die offizielle Aufsichtsdatenbank und dort hinterlegte Kontaktdaten prüfen.
  • Mails, Telefonnummern, Domains, Screenshots und Zahlungsnachweise vollständig sichern.
  • Sie sollten die Unterstützung eines Rechtsanwalts erwägen, der regelmäßig derartige Fälle bearbeitet.
  • Ihre Vermögenswerte könnten sich in akuter Gefahr befinden, wenn Sie nicht schnell und entschlossen handeln.

CryptoBullBear (cryptobullbear.com) ist eine Trading-Plattform, bei der Anleger prüfen sollten, ob genannte Firmendaten, Registrierungsnummern und Regulierungsangaben tatsächlich zum Betreiber der Webseite gehören. Betrüger können die Identität eines real zugelassenen Unternehmens kopieren („Clone Firm“) und für ein anderes Angebot nutzen. Eine bloße Lizenzangabe oder ein Registereintrag reicht deshalb nicht als Seriositätsnachweis.

Was ist eine Clone Firm und warum ist das bei CryptoBullBear relevant?

Bei diesem Modell übernehmen Täter Name, Anschrift oder Registrierungsdaten eines tatsächlich regulierten Unternehmens, um ihren Auftritt glaubwürdiger zu machen. Die britische Finanzaufsicht FCA warnt regelmäßig vor solchen Fällen. Webseite und Ansprechpartner gehören dann nicht zum Originalunternehmen. Bei CryptoBullBear (cryptobullbear.com) ist daher entscheidend, ob das konkrete Angebot mit dem regulierten Unternehmen übereinstimmt.

Wie lässt sich eine behauptete Zulassung richtig prüfen?

Eine Zulassung sollte über die offizielle Datenbank der jeweiligen Aufsichtsbehörde geprüft werden. Anschließend sollten nur die dort hinterlegten Kontaktdaten verwendet werden, nicht die Nummer oder Adresse, die ein angeblicher Berater selbst genannt hat. Nach Angaben der FCA kombinieren Clone Firms echte Unternehmensdaten teils mit abweichenden Telefonnummern oder E-Mail-Adressen. Manche behaupten sogar, die Daten im offiziellen Register seien veraltet.

Woran erkennt man abweichende E-Mail-Adressen und kopierte Webseiten?

Betrügerische Adressen können echten sehr ähnlich sehen, etwa durch einen zusätzlichen Buchstaben, einen Bindestrich oder eine leicht veränderte Domain. Teilweise werden auch Gmail oder Outlook genutzt. Auch ganze Webseiten lassen sich nachbauen, wobei oft nur einzelne Elemente wie Kontaktdaten verändert werden. Professionelle Gestaltung ist daher kein verlässliches Qualitätsmerkmal. Die Domain sollte mit der Domain übereinstimmen, die Aufsichtsbehörde oder Unternehmen offiziell nennen.

Wie kann der Erstkontakt und die Kommunikation auffallen?

Clone Firms melden sich unerwartet per Telefon oder E-Mail, können aber auch auf eine zuvor selbst gestellte Online-Anfrage zu Investments, Krediten oder Finanzprodukten folgen. Anleger sprechen mitunter nacheinander mit Kundenberater, Senior Broker und bei der Auszahlung mit einer angeblichen Compliance-, Steuer- oder Finanzabteilung. Die Bezeichnung einer Abteilung belegt nichts; wichtig ist, wer tatsächlich kommuniziert hat und welchem Unternehmen er zuzuordnen ist.

Welche Unterlagen sollten Anleger sichern?

Kontaktdaten ändern sich im Lauf der Zeit, was auch die FCA beschreibt. Daher sollten nichts überschrieben oder gelöscht werden. Sinnvoll sind:

  • E-Mails, Signaturen und Telefonnummern
  • Domainnamen und Screenshots früherer Plattformversionen
  • Namen, Durchwahlen und Messenger-Profile der Ansprechpartner
  • Registrierungsangaben, Vertragsunterlagen und Zahlungsnachweise
  • Datum und Kanal des Erstkontakts

Häufige Fragen

Ist CryptoBullBear (cryptobullbear.com) seriös?
Das lässt sich nicht allein an genannten Lizenz- oder Registerangaben festmachen. Anleger sollten prüfen, ob Domain, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Ansprechpartner wirklich zum angeblich regulierten Unternehmen gehören.
Was bedeutet „Clone Firm“?
Betrüger übernehmen Daten eines real existierenden, regulierten Unternehmens, um ein eigenes Angebot glaubwürdiger wirken zu lassen. Die FCA warnt regelmäßig vor dieser Methode.
Wie prüfe ich eine behauptete Zulassung?
Über die offizielle Datenbank der zuständigen Aufsichtsbehörde. Danach nur die dort hinterlegten Kontaktdaten nutzen, nicht die vom angeblichen Berater genannten.
Was sollte ich bei Zweifeln dokumentieren?
Alle Nachrichten, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Domainnamen, Screenshots, Vertragsunterlagen und Zahlungsnachweise sowie Zeitpunkt und Kanal des Erstkontakts.

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