Imperyx Group: Versicherungsversprechen im Faktencheck
- Kapitalgarantie und Versicherungszertifikate werden ohne Nachweis behauptet
- Vor Auszahlung werden Prämien oder Selbstbeteiligungen zusätzlich verlangt
- Einlagensicherung und Investmentversicherung sind rechtlich nicht identisch
- Bei Imperyx Group könnte es sich um einen Betrug handeln.
- Sie sollten die Unterstützung eines Rechtsanwalts erwägen, der regelmäßig derartige Fälle bearbeitet.
- Ihre Vermögenswerte könnten sich in akuter Gefahr befinden, wenn Sie nicht schnell und entschlossen handeln.
Die Plattform Imperyx Group (individualcontrol-room.com) wirbt gegenüber Anlegern mit angeblich versichertem Kapital, Garantiefonds und risikofreien Trading-Konten. Vor Auszahlungen werden jedoch zusätzliche Zahlungen wie Versicherungsprämien oder Selbstbeteiligungen verlangt, ohne dass die behauptete Absicherung nachweislich existiert. Betroffene sollten Werbeaussagen, Zertifikate und Zahlungsaufforderungen sorgfältig dokumentieren und rechtlich prüfen lassen.
Was verspricht Imperyx Group (individualcontrol-room.com) Anlegern?
Laut dem Bericht wird Anlegern mitgeteilt, ihr Kapital sei vollständig versichert – teils bis 100.000 Euro, teils sogar bis 250.000 Euro. Zur Untermauerung werden Dokumente wie ein „Investment Protection Certificate“ übersendet, die einen Namen einer Versicherung, eine Vertragsnummer und ein Logo enthalten können. Ein professionell wirkendes Dokument belegt jedoch nicht, dass der Versicherungsschutz tatsächlich besteht. Auch Namen realer Versicherungsunternehmen können missbräuchlich verwendet werden.
Ist die Einlagensicherung mit einer Investmentversicherung gleichzusetzen?
Nein. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt bestimmte Bankeinlagen bis 100.000 Euro pro Einleger und Kreditinstitut. Aktien, CFDs, Kryptowährungen oder andere spekulative Anlagen werden dadurch nicht automatisch zu geschützten Bankeinlagen, nur weil ein Anbieter den Begriff „Einlagensicherung“ verwendet. Auch die Bezeichnung „European Investor Protection Fund“ ersetzt keine Prüfung, welcher konkrete Entschädigungsmechanismus tatsächlich besteht und ob der Anbieter daran überhaupt teilnimmt.
Warum verlangt Imperyx Group (individualcontrol-room.com) Geld vor der Auszahlung?
Nach den geschilderten Abläufen wird Anlegern mitgeteilt, internationale Vorschriften verlangten vor einer Auszahlung eine „Versicherung des Transfers“, für die eine Prämie von mehreren Prozent des Auszahlungsbetrags zu zahlen sei. In einem weiteren Beispiel soll eine „Refund Insurance“ 90 Prozent eines bereits entstandenen Verlusts erstatten – vorausgesetzt, der Anleger zahlt zuvor eine Selbstbeteiligung. Solche Forderungen, die erst im Zusammenhang mit einer Auszahlung oder nach einem Verlust auftauchen, sollten kritisch hinterfragt werden: Welches Risiko wird versichert, wer erhält die Zahlung, existiert überhaupt ein Versicherungsvertrag?
Was sollten Betroffene von Imperyx Group (individualcontrol-room.com) tun?
Wichtig ist, Werbeanzeigen, E-Mails, Chatnachrichten und angebliche Versicherungszertifikate zu sichern. Besonders relevant sind konkrete schriftliche oder mündliche Aussagen wie „100 % capital protected“, „fully insured“ oder „guaranteed investment“, jeweils mit Datum und Ansprechpartner dokumentiert. Vor einer weiteren Zahlung unter Zeitdruck – etwa für eine angebliche Transferversicherung oder Selbstbeteiligung – sollte die Identität und Existenz der behaupteten Absicherung unabhängig überprüft werden.
Wie wird die behauptete Absicherung rechtlich eingeordnet?
Entscheidend ist nicht, ob irgendeine Versicherung genannt wurde, sondern ob diese tatsächlich existiert, welche Risiken sie abdeckt und ob der Anleger überhaupt anspruchsberechtigt wäre. Gleichzeitig muss geklärt werden, ob das angeblich versicherte Investment selbst real existiert.
Häufige Fragen
- Ist eine Kapitalversicherung bei Imperyx Group echt?
- Ein vorgelegtes Zertifikat allein beweist keinen Versicherungsschutz. Es muss geprüft werden, ob der genannte Versicherer existiert und das Dokument tatsächlich von ihm stammt.
- Muss ich vor einer Auszahlung eine Versicherungsprämie zahlen?
- Eine solche Forderung sollte kritisch hinterfragt werden. Es ist unüblich, dass vor einer Auszahlung plötzlich zusätzliche Gebühren für eine angebliche Transferversicherung verlangt werden.
- Was bedeutet die gesetzliche Einlagensicherung für mein Investment?
- Die gesetzliche Einlagensicherung schützt bestimmte Bankeinlagen bis 100.000 Euro. Spekulative Anlagen wie CFDs oder Kryptowährungen fallen dadurch nicht automatisch unter diesen Schutz.
- Sollte ich eine geforderte Selbstbeteiligung zahlen?
- Vor einer solchen Zahlung sollte die Existenz und Identität der behaupteten Versicherung unabhängig überprüft werden, um nicht weiteres Kapital zu riskieren.
- Welche Unterlagen sollten Betroffene sichern?
- Werbeanzeigen, E-Mails, Chatnachrichten und Versicherungszertifikate sowie Datum und Inhalt mündlicher Zusagen sollten dokumentiert werden.
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