ImVivo (imvivo.com): Betrug und Identitätsmissbrauch?

Veröffentlicht am 08.09.2026

Dr. Michael Wehrmann und Martin Wehrmann, WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht
Dr. Michael WehrmannRechtswissenschaftler Martin WehrmannRechtsanwalt
  • ImVivo (imvivo.com): Anleger verlieren Geld trotz umfangreicher KYC-Daten wie Ausweis und Selfie
  • Zusätzliches Risiko: Identitätsmissbrauch durch übermittelte Ausweiskopien und Kontoauszüge
  • Warnsignale: unbekannte Verträge, Konten, Passwort-Resets nach ImVivo-Kontakt
  • Bei ImVivo könnte es sich um einen Betrug handeln.
  • Sie sollten die Unterstützung eines Rechtsanwalts erwägen, der regelmäßig derartige Fälle bearbeitet.
  • Ihre Vermögenswerte könnten sich in akuter Gefahr befinden, wenn Sie nicht schnell und entschlossen handeln.

Bei der Plattform ImVivo (imvivo.com) berichten Anleger von Geldverlusten und ausbleibenden Auszahlungen. Neben dem finanziellen Schaden besteht ein zusätzliches Risiko: Im Rahmen der angeblichen Kontoeröffnung wurden häufig Ausweiskopien, Adressnachweise, Kontoauszüge und teils Selfie-Ident-Fotos übermittelt, die bei unbekannten Betreibern landen können.

Ist ImVivo (imvivo.com) seriös?

Der Artikel schildert einen Beispielsfall, in dem ein Anleger nach einer Einzahlung von 500 Euro zur vollständigen Freischaltung Vorder- und Rückseite seines Personalausweises, eine Stromrechnung als Adressnachweis sowie einen Kontoauszug einreichen musste. Später übermittelte er zusätzlich ein Selfie mit Ausweis. Am Ende standen 40.000 Euro Verlust. Solche Abläufe – Aufforderung zu immer weiteren Dokumenten und ausbleibende Auszahlung – sind nach der Darstellung typische Merkmale problematischer Anlageplattformen.

Welche Risiken entstehen durch übermittelte Ausweisdaten?

Ein Personalausweis enthält zahlreiche Identifikationsmerkmale. In Kombination mit einem Selfie entsteht ein umfangreicher Datensatz, der laut Polizeilicher Kriminalprävention für den Abschluss von Verträgen oder die Übernahme von Benutzerkonten missbraucht werden kann. Die BaFin hat 2025 vor Fällen gewarnt, in denen unbekannte Betreiber die Identität real existierender Unternehmen nutzten, und zudem vor Modellen, bei denen Betroffene im Rahmen vermeintlicher Testverfahren zu Video- oder Foto-Identifikationen bewegt wurden, um in ihrem Namen Konten zu eröffnen.

Woran erkennt man möglichen Identitätsmissbrauch nach einem ImVivo-Investment?

Als Warnsignale nennt der Artikel unter anderem: Nachrichten unbekannter Unternehmen über angeblich abgeschlossene Verträge oder eröffnete Konten, E-Mails zur Änderung von Geschäftsbedingungen für nie beantragte Konten, ungewöhnliche Passwort-Reset-Nachrichten sowie unbekannte Anmeldeversuche bei bestehenden Benutzerkonten. Besonders relevant sind dabei Vertragsdatum, verwendete Anschrift, E-Mail-Adresse und angegebene Bankverbindung, da sich hier ein zeitlicher und inhaltlicher Zusammenhang zur ImVivo-Registrierung prüfen lässt.

Was sollten Betroffene von ImVivo (imvivo.com) dokumentieren?

Empfohlen wird, sämtliche an ImVivo übermittelten Unterlagen zu rekonstruieren und zu sichern: Ausweiskopien, Selfie-Ident-Fotos, Kontoauszüge, Steuerinformationen sowie Angaben dazu, ob ein Video- oder Foto-Ident-Verfahren stattgefunden hat. Ebenso sollten später auftretende unbekannte Verträge, Konten oder Kommunikationsversuche fremder Unternehmen gesichert werden, um einen möglichen Zusammenhang mit der ImVivo-Registrierung nachvollziehen zu können.

Was tun bei Problemen mit ImVivo (imvivo.com)?

Neben der Frage nach dem verlorenen Geld sollte geprüft werden, welche personenbezogenen Daten übermittelt wurden und ob Anzeichen für Identitätsmissbrauch vorliegen. Betroffene können ihren Sachverhalt über broker-betrug.de einreichen.

Häufige Fragen

Ist ImVivo (imvivo.com) eine seriöse Plattform?
Der Artikel schildert einen Fall mit 40.000 Euro Verlust, bei dem für die angebliche Kontofreischaltung immer weitere persönliche Dokumente verlangt wurden. Solche Abläufe gelten als typisches Merkmal problematischer Anlageplattformen.
Welche Daten wurden bei ImVivo häufig abgefragt?
Genannt werden Ausweiskopien, Adressnachweise wie Stromrechnungen, Kontoauszüge, Steuerinformationen und teils Selfie-Fotos mit Ausweis.
Was ist Identitätsmissbrauch in diesem Zusammenhang?
Unbekannte können übermittelte Ausweis- und Kontodaten nutzen, um im Namen des Betroffenen Verträge abzuschließen oder Konten zu eröffnen bzw. zu übernehmen.
Woran erkenne ich, dass meine Daten missbraucht wurden?
Hinweise sind unerwartete Verträge oder Konten unbekannter Unternehmen, Änderungen der AGB nie beantragter Konten sowie ungewöhnliche Passwort-Reset-Nachrichten oder Anmeldeversuche.
Was sollte ich nach einem ImVivo-Investment dokumentieren?
Alle übermittelten Unterlagen wie Ausweiskopien, Selfie-Ident-Fotos und Kontoauszüge sowie später auftretende unbekannte Verträge oder Konten sollten gesichert werden.

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Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.

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