TeslaCoin (spacex.teslacoininc.org): Gutschrift und Kredit
- Gutschriften angeblicher Gewinne können in Wahrheit ausgezahlte Kredite sein – nicht weiterleiten
- Ein Identitätsmissbrauch begründet nicht automatisch einen wirksamen Darlehensvertrag (§ 488 BGB)
- Unterlagen sichern, Bank schriftlich informieren, Auskunft nach Art. 15 DSGVO prüfen
- Bei TeslaCoin / Tesla Investment Inc. könnte es sich um einen Betrug handeln.
- Sie sollten die Unterstützung eines Rechtsanwalts erwägen, der regelmäßig derartige Fälle bearbeitet.
- Ihre Vermögenswerte könnten sich in akuter Gefahr befinden, wenn Sie nicht schnell und entschlossen handeln.
Bei TeslaCoin / Tesla Investment Inc. (spacex.teslacoininc.org) sollten Anleger nicht nur das Handelskonto prüfen, sondern auch ihre Bankkonten. Eine angebliche Gewinn-Gutschrift kann tatsächlich eine fremde Überweisung oder die Auszahlung eines Kredits sein, der ohne wirksame Zustimmung des Betroffenen beantragt wurde. Der Quelltext beruft sich dabei auf eine Warnung der Verbraucherzentrale zu einer bekannten Betrugsvariante.
Wie funktioniert die beschriebene Masche mit der Gutschrift?
Nach der Beschreibung der Verbraucherzentrale erhalten Betroffene eine größere Gutschrift auf ihr Girokonto. Ein angeblicher Finanzberater erklärt, das Geld stamme aus Handelsgewinnen oder einer Versicherung und müsse zunächst auf ein Kryptokonto weitergeleitet werden. Tatsächlich kann es sich um einen Kredit handeln, den Täter mit erschlichenen Kundendaten beantragt haben. Unerwartete Gutschriften sollten nicht weitergeleitet werden; die Herkunft ist bei der Bank zu klären.
Ist ein erschlichener Darlehensvertrag wirksam?
Die Pflichten eines Darlehensvertrags ergeben sich aus § 488 Abs. 1 BGB, setzen aber einen wirksam geschlossenen Vertrag voraus. Ein bloßer Identitätsmissbrauch macht die betroffene Person nicht automatisch zum Darlehensnehmer. Entscheidend ist, ob ihr die Willenserklärung rechtlich zugerechnet werden kann. Empfohlen wird, bei der Bank anzufordern:
- vollständiger Darlehensantrag und Vertragsdokumentation
- Nachweise über den angeblichen Vertragsabschluss
- Informationen zum Identifizierungsverfahren
- Auszahlungsnachweis und Kontoverbindung
Eine nicht selbst abgegebene Vertragserklärung sollte ausdrücklich und schriftlich bestritten werden.
Welche Rolle spielt das Video-Ident-Verfahren?
Die Verbraucherzentrale warnt, dass vermeintliche Trading-Berater Anleger zu einem Video-Ident-Verfahren bewegen können, um anschließend in deren Namen Kredite zu beantragen. Das Verfahren ist an sich weder ungewöhnlich noch rechtswidrig. Zu prüfen ist, ob die Identifizierung wirklich für ein Handelskonto nötig war oder einem anderen Vertragsabschluss diente. Einladungs-E-Mails, Identifizierungscodes und Hinweise des Dienstleisters sollten aufbewahrt werden.
Was können Betroffene bei Auskunfteien und Daten tun?
Art. 15 DSGVO gewährt unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein Auskunftsrecht, etwa gegenüber Auskunfteien. Unrichtige Daten können nach Art. 16 DSGVO berichtigt werden. Eine Berichtigung ersetzt jedoch nicht die rechtliche Klärung eines bestrittenen Darlehensvertrags.
Wann kommt Betrug nach § 263 StGB in Betracht?
Nach § 263 Abs. 1 StGB sind Täuschung, Irrtum, Vermögensverfügung, Vermögensschaden und Bereicherungsabsicht zu prüfen. Ein bloßer Verdacht gegen TeslaCoin / Tesla Investment Inc. genügt nicht, um diese Voraussetzungen als erfüllt anzusehen; die konkreten Handlungen der Beteiligten müssen nachvollzogen werden.
Was tun, wenn bereits Geld weitergeleitet wurde?
Zu klären ist, ob der Geldeingang eine Darlehensauszahlung war und auf welcher Grundlage weiterüberwiesen wurde. Bei einer nicht autorisierten Kontobelastung ist § 675u BGB relevant. Eine selbst freigegebene Überweisung wird nicht allein wegen einer Täuschung durch Dritte zu einem nicht autorisierten Zahlungsvorgang. Empfohlen werden: Bank und gegebenenfalls Kreditgeber sofort schriftlich informieren, Zahlungsbelege sichern und bei konkretem Betrugsverdacht Strafanzeige erstatten.
Häufige Fragen
- Soll ich eine unerwartete Gutschrift weiterleiten?
- Nein. Unerwartete Gutschriften sollten nicht weitergeleitet werden. Zunächst ist bei der Bank die Herkunft des Geldes zu klären.
- Bin ich bei Identitätsmissbrauch an einen Kredit gebunden?
- Nicht automatisch. Entscheidend ist, ob Ihnen die Willenserklärung rechtlich zugerechnet werden kann. Eine nicht abgegebene Erklärung sollte schriftlich bestritten werden.
- Warum ist das Video-Ident-Verfahren relevant?
- Laut Verbraucherzentrale kann es genutzt werden, um in fremdem Namen Kredite zu beantragen. Zu prüfen ist, wofür die Identifizierung tatsächlich diente.
- Wie erfahre ich, ob Kredite unter meinem Namen laufen?
- Über das Auskunftsrecht nach Art. 15 DSGVO lässt sich erfragen, welche Daten Auskunfteien gespeichert haben. Unrichtige Einträge können nach Art. 16 DSGVO berichtigt werden.
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