Wealthy Asset Management: Whitepaper-Pflichten nach MiCA
- Das Whitepaper kann bei Wealthy Asset Management ein zentrales Beweisdokument sein
- MiCA verlangt Angaben zu Anbieter, Rechten, Technologie, Risiken; Artikel 15 regelt Haftung
- Alle Whitepaper-Versionen, Werbung und Zahlungsbelege chronologisch sichern
- Sie sollten die Unterstützung eines Rechtsanwalts erwägen, der regelmäßig derartige Fälle bearbeitet.
- Ihre Vermögenswerte könnten sich in akuter Gefahr befinden, wenn Sie nicht schnell und entschlossen handeln.
Bei Wealthy Asset Management (wealthyassetmanag.com, web.wealthy-assetmanagement.com) kann das Krypto-Whitepaper ein zentrales Beweisdokument sein. Nach der MiCA-Verordnung muss es unter anderem Angaben zu Anbieter, Projekt, Rechten, Technologie und Risiken enthalten. Fehlerhafte oder irreführende Angaben können eine Haftung nach Artikel 15 MiCA auslösen.
Was muss ein Whitepaper nach MiCA enthalten?
Für zahlreiche Kryptowerte verlangt MiCA ein Whitepaper. Artikel 6 nennt Angaben zum Anbieter beziehungsweise Emittenten, zum konkreten Krypto-Projekt, zu den mit dem Token verbundenen Rechten und Pflichten, zur verwendeten Technologie und zu den wesentlichen Risiken. Auch bestimmte Umweltauswirkungen des Konsensmechanismus gehören zum Informationsumfang. Eine vage Beschreibung wie „revolutionäres Blockchain-Projekt mit enormem Potenzial“ ersetzt keine nachvollziehbare Darstellung des Projekts.
Wer steht hinter dem Token von Wealthy Asset Management?
Das Whitepaper soll erkennen lassen, wer den Token herausgegeben hat, wer die Handelszulassung beantragt hat und wer für die Informationen verantwortlich ist. Widersprüche können relevant sein, etwa wenn im Verkaufsgespräch ein deutsches Unternehmen genannt wird, im Whitepaper aber eine Gesellschaft aus einem Drittstaat und in den Geschäftsbedingungen ein drittes Unternehmen erscheint.
Muss ein Whitepaper nachträglich aktualisiert werden?
Ja. Nach Artikel 12 MiCA muss das Whitepaper grundsätzlich angepasst werden, wenn ein erheblicher neuer Umstand, ein wesentlicher Fehler oder eine wesentliche Ungenauigkeit auftritt, die die Bewertung beeinflussen kann. Das gilt während des öffentlichen Angebots oder solange der Kryptowert zum Handel zugelassen ist. Ein geändertes Whitepaper ist grundsätzlich mindestens sieben Arbeitstage vor Veröffentlichung bei der zuständigen Behörde anzuzeigen, einschließlich der Gründe. Nach Veröffentlichung ist der Markt zu informieren.
Wie lange müssen frühere Versionen verfügbar bleiben?
Frühere Fassungen des Whitepapers und der Marketingkommunikation müssen grundsätzlich mindestens zehn Jahre öffentlich zugänglich bleiben. Sie sollen als nicht mehr gültig gekennzeichnet und mit der aktuellen Fassung verlinkt sein. Ein solches Archiv kann zeigen, was wann kommuniziert wurde, etwa wenn Ertragsaussagen verschwinden oder Risikohinweise ergänzt werden.
Welche Pflichten hat der Handelsplatz?
Nach Artikel 76 MiCA muss der Betreiber einer Krypto-Handelsplattform klare Zulassungskriterien festlegen. Vor Aufnahme eines Kryptowertes sind die Zuverlässigkeit der technischen Lösung, mögliche Verbindungen zu illegalen oder betrügerischen Aktivitäten sowie Erfahrung und Reputation des Emittenten oder Entwicklerteams zu beurteilen. Zudem sind Bedingungen für dauerhafte Handelbarkeit festzulegen, darunter Liquiditätsschwellen, sowie Voraussetzungen für eine Handelsaussetzung. Ein angezeigter Wert von 70.000 Euro besagt wenig, wenn mangels Nachfrage kein Verkauf möglich ist.
Kann die Haftung in den AGB ausgeschlossen werden?
Nein. Artikel 15 MiCA sieht eine mögliche Haftung vor, wenn ein vorgeschriebenes Whitepaper unvollständige, unfaire, unklare oder irreführende Informationen enthält und dem Anleger dadurch ein Schaden entsteht. Eine Klausel, die diese Haftung ausschließt oder beschränkt, ist insoweit unwirksam. Der Anleger muss darlegen können, dass die fehlerhafte Information seine Entscheidung beeinflusst hat. Daher ist wichtig, wann er das Whitepaper erhielt und welche Aussage ausschlaggebend war.
Welche Unterlagen sollten Anleger sichern?
Gesichert werden sollten alle Whitepaper-Versionen, Download-Daten, Werbeunterlagen, E-Mails, Chatverläufe, Kontoauszüge und Zahlungsbelege. Hilfreich ist eine Chronologie: Welche Fassung galt beim Kauf, was wurde später geändert, welche Risiken wurden ergänzt und stimmt die Projektbeschreibung mit der tatsächlichen Entwicklung überein?
Häufige Fragen
- Was regelt Artikel 12 MiCA zum Whitepaper?
- Bei erheblichen neuen Umständen oder wesentlichen Fehlern muss das Whitepaper angepasst werden. Änderungen sind grundsätzlich sieben Arbeitstage vor Veröffentlichung der zuständigen Behörde anzuzeigen.
- Wie lange müssen alte Whitepaper-Versionen zugänglich bleiben?
- Frühere Fassungen und die zugehörige Marketingkommunikation müssen grundsätzlich mindestens zehn Jahre öffentlich zugänglich bleiben und als nicht mehr gültig gekennzeichnet sein.
- Wann haftet ein Anbieter für Whitepaper-Angaben?
- Nach Artikel 15 MiCA kann eine Haftung bestehen, wenn das Whitepaper unvollständige, unfaire, unklare oder irreführende Angaben enthält und dadurch ein Schaden entsteht.
- Kann die Haftung in den AGB ausgeschlossen werden?
- Nein. Eine Klausel, die die Haftung nach Artikel 15 MiCA ausschließt oder beschränkt, hat insoweit keine rechtliche Wirkung.
Kostenfreie Ersteinschätzung
Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.
- 1Sie schildern uns Ihren Fall
- 2Melden Sie sich unverbindlich per Mail, Telefon oder WhatsApp
- 3Wir prüfen Ihre Erfolgsaussichten
- 4Sie erhalten eine anwaltliche Rückmeldung zu Ihrem Einzelfall.
Weitere Übersichten
- Bitotigercoin (tigercoinz.com): Abrechnung und Steuerforderungen
Bitotigercoin (tigercoinz.com): Wie sich Kontostände, Gebühren und angebliche Steuerforderungen vor der Auszahlung prüfen lassen.
- roipax.de: Dokumentationspflichten und Auszahlung prüfen
roipax.de: Welche Kosten-, Order- und Gesprächsdokumentation Anleger nach MiFID II erwarten können und was bei Trades ohne Nachweis zu prüfen ist.
- titanfx.ai: CFD-Schutzregeln und Auszahlungsprobleme
titanfx.ai: Worauf Anleger bei CFDs, Hebeln, Bonusbedingungen und Auszahlungen achten sollten und welche Schutzregeln für Privatanleger gelten.
- AI App (ouces.heuristicreview.company): Depotübertrag prüfen
AI App (ouces.heuristicreview.company): Lassen sich Wertpapiere und Kryptowerte übertragen? Prüfpunkte zu Depotübertrag, Transfergebühren und…