Crypto Currency (bitmyf.com): Auszahlung verweigert?

Veröffentlicht am 10.09.2026

Dr. Michael Wehrmann und Martin Wehrmann, WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht
Dr. Michael WehrmannRechtswissenschaftler Martin WehrmannRechtsanwalt
  • Crypto Currency (bitmyf.com): Auszahlungen werden mit Steuer- oder Gebührenforderungen blockiert
  • Anleger sollen vor Auszahlung weiteres Kapital einzahlen
  • Nach Verlust drohen zusätzlich Recovery-Scam-Kontaktaufnahmen
  • Bei Crypto Currency könnte es sich um einen Betrug handeln.
  • Sie sollten die Unterstützung eines Rechtsanwalts erwägen, der regelmäßig derartige Fälle bearbeitet.
  • Ihre Vermögenswerte könnten sich in akuter Gefahr befinden, wenn Sie nicht schnell und entschlossen handeln.

Bei der Handelsplattform Crypto Currency (bitmyf.com) berichten Anleger von verweigerten oder verzögerten Auszahlungen sowie plötzlichen Zusatzforderungen. Solche Muster gelten als typische Warnsignale für Online-Anlagebetrug und sollten von Betroffenen nicht ignoriert werden.

Ist Crypto Currency (bitmyf.com) seriös?

Eine professionell gestaltete Handelsoberfläche mit steigenden Kontoständen und persönlichem Ansprechpartner sagt für sich genommen wenig über die Seriosität einer Plattform aus. Entscheidend ist, ob eingezahltes Kapital tatsächlich investiert wurde und ob Anleger frei über ihr angebliches Guthaben verfügen können. Bei betrügerischen Plattformen werden Kontostände und Gewinne häufig lediglich vorgetäuscht, während eine tatsächliche Auszahlung ausbleibt.

Warum wird die Auszahlung bei Crypto Currency (bitmyf.com) abgelehnt?

Betroffene berichten von Begründungen wie angeblichen Steuern, Provisionen oder Freigabekosten, die vor einer Auszahlung zu zahlen seien. Teilweise wird verlangt, zunächst weiteres Kapital einzuzahlen, damit anschließend ein höherer Betrag ausgezahlt werden könne. Solche Forderungen setzen Anleger unter Druck, weiteres Geld zu überweisen, um bereits investiertes Kapital zu retten. Weitere Zahlungen sollten in solchen Fällen nicht ungeprüft geleistet werden, da sie bei einem Betrug lediglich zusätzlichen Verlust verursachen können.

Welche Warnsignale deuten auf Trading-Betrug hin?

Typische Auffälligkeiten sind ungewöhnlich hohe Renditeversprechen, ständiger telefonischer Kontakt, zunehmender Druck zu weiteren Einzahlungen, wechselnde Ansprechpartner sowie unklare Angaben zum Betreiber der Plattform. Als besonders kritisch gilt, wenn ein angeblicher Broker Zugriff auf Computer oder Smartphone über Fernwartungssoftware verlangt, da dies weitreichenden Zugriff auf das Gerät ermöglicht.

Was ist bei Zahlungen in Kryptowährungen zu beachten?

Bei Crypto Currency (bitmyf.com) sollen Einzahlungen teilweise über Kryptowährungen erfolgt sein, wobei Anleger angewiesen wurden, Bitcoin oder andere Kryptowerte an bestimmte Wallet-Adressen zu senden. Anders als vielfach angenommen sind Transaktionen auf öffentlichen Blockchains grundsätzlich dokumentiert und können im Rahmen einer Blockchainanalyse untersucht werden, um mögliche Ansatzpunkte für den Einzelfall zu ermitteln.

Was sollten Geschädigte jetzt tun?

Betroffene sollten sämtliche Beweismittel sichern: Überweisungsbelege, Kontoauszüge, Kreditkartenabrechnungen, Screenshots des Trading-Kontos sowie die gesamte Kommunikation per E-Mail, WhatsApp oder Telegram mit den angeblichen Brokern. Bei Kryptowährungen sind zusätzlich Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes relevant. Auch Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Internetadressen der Kontaktpersonen sollten dokumentiert werden.

Droht nach dem Verlust erneute Gefahr durch Recovery Scams?

Geschädigte werden nach einem Verlust teilweise erneut kontaktiert, etwa von angeblichen Ermittlern, Behördenvertretern oder Recovery-Spezialisten, die behaupten, das verlorene Kapital sei gefunden worden. Für die angebliche Rückzahlung soll dann zunächst eine Gebühr, Steuer oder Sicherheitsleistung überwiesen werden. Solche unaufgeforderten Kontaktaufnahmen mit garantierter Rückzahlung gegen Vorauszahlung sind typische Merkmale eines Recovery Scams und sollten kritisch geprüft werden.

Häufige Fragen

Was bedeutet es, wenn Crypto Currency (bitmyf.com) vor der Auszahlung Zahlungen verlangt?
Forderungen nach angeblichen Steuern, Provisionen oder Freigabekosten vor einer Auszahlung gelten als typisches Warnsignal für Anlagebetrug und sollten nicht ungeprüft erfüllt werden.
Kann ich mein Geld bei Crypto Currency (bitmyf.com) zurückverlangen?
Ob und wie eine Rückforderung möglich ist, hängt vom Einzelfall ab, insbesondere von den geleisteten Zahlungswegen und der vorhandenen Beweislage.
Sind Kryptowährungs-Transaktionen bei Crypto Currency (bitmyf.com) nachvollziehbar?
Ja, Transaktionen auf öffentlichen Blockchains sind grundsätzlich dokumentiert und können mittels Blockchainanalyse untersucht werden.
Was ist ein Recovery Scam im Zusammenhang mit Crypto Currency (bitmyf.com)?
Dabei werden bereits Geschädigte erneut kontaktiert und ihnen wird gegen Vorauszahlung einer Gebühr die Rückzahlung des verlorenen Kapitals versprochen, ohne dass tatsächlich Geld zurückfließt.
Welche Unterlagen sollten Betroffene sichern?
Überweisungsbelege, Kontoauszüge, Screenshots des Trading-Kontos, Kommunikation mit den Ansprechpartnern sowie bei Kryptowährungen Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes.

Kostenfreie Ersteinschätzung

Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.

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